Neuer Brennstoff, neue Technik (die OP berichtet)

Was sonst liegen bleibt, wird zum Brennstoff

Kirchhains Stadtteil Kleinseelheim kann sich jetzt Bioenergiedorf nennen. Schon seit Oktober hat die Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim ihre Mitglieder mit Nahwärme versorgt. Die Wärme stammte aus einem Flüssiggas-Kessel. Das ist nun vorbei. Der neue Ofen ist in Betrieb und erzeugt biologische und nachhaltige Wärme. Derbesondere Clou: Nicht Biogas und Holzhackschnitzel, sondern ein Abfallprodukt dient als Brennstoff: „Landschaftspflegematerial“ werden Äste von Hecken und Sträuchern genannt, die normalerweise vor Ort bleiben. Kommunen, Betriebe und Privatleute liefern das Material bei der EAM Natur in Stausebach an, das dann in Kleinseelheim verbrannt wird. OP 2019-05-22 Bioenergie Kleinseelheim

Verlegung der Nahwärmeleitung im Kirchhof – keine alltägliche Aufgrabung

Auch die Kleinseelheimer Kirchengemeinde hat beschlossen, die Kirche an das Nahwärmenetz anschließen zu lassen, und diese bekommt dabei gleich eine nagelneue Heizungsanlage, die die bisherige über 30jährige Ölheizung ersetzt. Dabei besteht die technische Herausforderung darin, die in Form von warmem Wasser ankommende Wärme in ein System zu transformieren, welches die Kirche über warme Luft beheizt. Mit der Planung wurde das Ingenieurbüro EWT  beauftragt und eine auf Kirchenheizungen spezialisierte Installationsfirma wird im Laufe des Sommers den Einbau der Anlage übernehmen, sodass ab der Heizperiode 2019/20 die Kirche fast CO2-neutral mit Nahwärme beheizt werden wird.

Nachdem der Kirchenvorstand in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanager der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck mit Bauleiter und Genossenschaftsvorstand den Leitungsverlauf festgelegt hatte, musste zunächst die Denkmalpflege benachrichtigt werden. Die Auflage: Begleitung der Grabung durch einen Archäologen, da ja das Kirchengelände früher als Friedhof genutzt wurde.

So wurden die Gräben unter genauer Beobachtung durch das WiBA-Team (Wissenschaftliche Baugrund Archäologie) geöffnet. Eigentlich wurden keine großen Funde erwartet, da die Gräber in der Regel viel tiefer als die Nahwärmeleitung liegen. Aber es kam anders: vor allem vor dem Kirchenportal wurden mehrere sterbliche Überreste (vermutlich aus dem 19. Jahrhundert) entdeckt, die teilweise nur ca. 50 cm im Boden lagen. Eine plausible Erklärung: im Zuge des Anbaus der neuen, neobarocken Fassade im Jahre 1905 wurde vermutlich ein Teil des Hügels vor dem Eingang abgetragen.

So brauchte das (durch die Küsterin wohl versorgte) Archäologen-Team insgesamt mehrere Tage, um die Funde und deren Lage genau zu dokumentieren, die nun an anderer Stelle auf dem Kirchhof erneut in aller Stille bestattet wurden. Zurzeit werden die Gräben wieder geschlossen, und dann kann sich der Rasen erholen.

Anschließend werden die Fuß-Wege zur Kirche gepflastert und dabei der Boden vor der Kirche so an die bisherige Schwelle angeglichen, dass ein Barriere-freier Zugang geschaffen wird. Das ehemalige Kohlehäuschen am Eingang wurde mit einer Wasserleitung versehen, auch ein Zugang zum Abwasserkanal wurde vorbereitet, so dass in nicht allzu ferner Zukunft dort einmal Pilger-Toiletten eingerichtet werden können.

 

Endspurt

Liebe Kleinseelheimerinnen und Kleinseelheimer,

seit Mitte März sind die Nahwärme‐ und Glasfaser‐Tiefbauarbeiten im Ort gut vorangekommen. Die Verlegung der Leitungen im Eichenweg und in der Ziegeleistraße ist abgeschlossen, und die Gräben sind dort fast vollständig geschlossen. Und auch auf dem Kirchhof und in der Roßdorfer Straße wird die Verlegung der Leitungen mit dem danach folgenden Schließen der Gräben bald abgeschlossen sein.

Ab kommendem Dienstag (7.5.) beginnen die Tiefbauarbeiten im Bereich RSV‐Sportheim / DGH und Kita zum Dorfplatz. Die Skizze zeigt den ungefähren Leitungsverlauf. Zunächst wird der Asphalt gefräst, und anschließend werden die Gräben geöffnet. Wir bitten darum, keine Fahrzeuge in der näheren Umgebung des Leitungsverlaufs zu parken. Die Tiefbauarbeiten in diesem Bereich mit Wiederherstellung der Oberflächen werden ca. 8 Wochen andauern.
Die Parkfläche vor dem Dorfgemeinschaftshaus und Sportheim kann weiterhin genutzt und vom Sandweg aus erreicht werden. Ein Teil der Straße “Zum Sportplatz” wird während der Arbeitszeiten gesperrt, aber abends und am Wochenende kann sie befahren werden, sodass dann auch von Am Fliederbusch und Roßdorfer Straße aus der Parkplatz erreicht werden kann.

In ca. 4‐5 Wochen beginnt mit der Grabenöffnung die Leitungsverlegung über den Dorfplatz in Richtung Roßdorfer Straße. Wir werden über diesen letzten Bauabschnitt rechtzeitig gesondert informieren.

Im Zeitraum bis zum Abschluss der Tiefbauarbeiten besteht weiterhin die Möglichkeit, sich kostengünstig an das Nahwärmenetz anschließen zu lassen. Nutzen Sie diese Chance, denn ein späterer Anschluss wird teurer, weil dann die ausführenden Betriebe nicht mehr vor Ort sind. Mitglieder der Bioenergiegenossenschaft, deren Häuser bereits Nahwärme beziehen, bieten Interessierten an, die in den Häusern installierte Technik zu besichtigen und zu erklären. Nutzen Sie auch diese Gelegenheit.

Für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim eG

Ulrike Simon, Rainer Waldhardt und Gerhard Köster

Der Bio-Owe läuft!

Heute bekamen wir folgende Email:

Sehr geehrte Frau Simon, sehr geehrter Herr Waldhardt,

seit gestern befindet sich der Bio – Owe in der Inbetriebnahmephase. Es werden noch verschiedene Einstellarbeiten vorgenommen, ein Probebetrieb durchgeführt und dann wird er in seinen bestimmungsgemäßen Betrieb gehen.
Schönes Osterfest

Mit freundlichen Grüßen

Michael Sonntag Engineering

:-)))

Schüler*innen fordern CO2 Steuer

Am 8. April veröffentlichte die “Fridays For Future” Bewegung ihre Forderungen für Deutschland

Hier ein Ausschnitt:

“Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Entscheidend für die Einhaltung den 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordern wir bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2″

Wir haben nachgerechnet:

Die Verbrennung von einem Liter Heizöl erzeugt ca. 2,6 kg CO2, 1 Tonne CO2 würde also durch die Verbrennung von ca. 385 l Heizöl freigesetzt. Eine CO2-Steuer in der von den Schüler*innen geforderten Höhe würde also mit 0,47 €/l zu Buche schlagen.

Bei in Kleinseelheim pro Jahr eingesparten 200 000 l Heizöl in Kleinseelheim würde das eine Steuerersparnis von 94 000 € bedeuten! Man darf gespannt sein, ob und wann die Politik in dieser Richtung aktiv wird!

Übrigens:

Natürlich muss eine solche CO2 Steuer sozialverträglich geregelt werden!

Der Verein CO2 Abgabe e.V. hat sich dazu konkret Gedanken gemacht (Gegenfinanzierung durch Änderung des Energiesteuersystems im Rahmen bestehender Gesetze) und sammelt auch Unterschriften für eine Abgabe von z.B. 40 € / Tonne CO2.

Es gibt auf der Seite auch einen Rechner, mit dem man berechnen kann, wie sich nach dem Vorschlag des Vereins die CO2 Steuer auf den eigenen Haushalt / Betrieb auswirken würde.

Erinnerung an Wesentliches

Bei allen Diskussionen um die Wirtschaftlichkeit unseres Projekts und die Probleme bei der Umsetzung möchten wir doch nochmal daran erinnern, dass es ja unter anderem auch um unseren Beitrag zu den Klimazielen des Landkreises und dem weltweiten Ziel der Beschränkung der Erwärmung auf 1,5 Grad geht.

Natürlich kann man sagen:

Klimaerwärmung? Mag ja sein, aber was ändert es schon, wenn ein kleines Dorf sich umstellt?

Dazu: Eine Ersparnis von 200 000 l Heizöl pro Jahr bedeutet die Einsparung von 500  CO2 pro Jahr.
(Zum Vergleich: pro Kopf verursacht jeder Bundesbürger durch seinen / ihren Konsum 18,3 Tonnen CO2 pro Jahr, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission )

Aber sollten die Extremwetterereignisse im letzten August und September nicht gerade uns Kleinseelheimern zu denken geben?

Oder übertreiben die ‘Alarmisten’ auch in dieses Hinsicht mal wieder maßlos? Sollten die Schüler nicht lieber lernen als im Namen des Klimas Schule zu schwänzen!

Wer ein wenig Zeit hat, kann sich ja dazu mal den Vortrag von Stefan Rahmstorf, Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung ‘Nach Paris: Wie bekommen wir die Klimakrise noch in den Griff?‘ ansehen.

Zum Screenshot aus dem Vortrag:

  • Die grauen Balken zeigen die Extremwetterereignisse in den Jahren seit 1900.
  • Die rote Kurve bildet den Durchschnitt aus diesen Ereignissen ab.
  • Die obere und untere blauen Linie zeigen den Bereich, in dem Extremereignisse ohne Erderwärmung zu erwarten sind. Wie man sieht ist die rote Linie bis in die 90er Jahre in diesem Normbereich geblieben und erst in letzter Zeit ‘ausgebrochen’. Eindrucksvoll oder?

 

 

Am 18. März geht’s weiter

Ab dem 18. März wird die weitere Verlegung der Nahwärme- und Glasfaserleitungen erfolgen. Das Tief- und das Rohrleitungsbauunternehmen haben wir dazu beauftragt, zunächst die Arbeiten im Eichenweg fertigzustellen und Asphaltarbeiten in der Heidestraße und an weiteren Stellen im Ort zu erledigen. Anschließend sollen die Arbeiten in Richtung Kirche, in Richtung Roßdorfer Straße und in der Ziegeleistraße folgen. Wir gehen von insgesamt 12 Wochen Bauzeit aus. Mitte März werden wir den Bauzeitenplan zusammen mit einem Informationsflyer für alle Kleinseelheimer bekannt geben.

Im Heizhaus wurde der Biomasseofen durch die EAM eingebaut, und dieser soll im laufenden Monat in Betrieb genommen werden. Sobald wir den genauen Termin kennen, informieren darüber und laden gemeinsam mit der EAM zu einer Besichtigung des Heizhauses ein.

Herr Dr. Schülke hat inzwischen, abgestimmt mit dem Vorstand und Aufsichtsrat sowie allen weiteren Beteiligten (besonders Sparkasse und EAM), das in Januar angekündigte Sanierungskonzept erarbeitet. Wir gehen von einer zeitnahen Rückmeldung der Sparkasse aus und werden die Mitglieder dann in einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse informieren.

Trotz Schwierigkeiten: Es geht weiter

  • Die Wärmeversorgung funktioniert und ist gesichert
  • Der Wärmepreis steigt nicht
  • Keine Nachfinanzierung durch die Mitglieder (es besteht laut Satzung keine Nachschusspflicht)
  • Mit Hilfe des Unternehmensberaters Herrn Dr. Schülke erarbeiten wir ein Sanierungskonzept
  • EAMP und Sparkasse haben ihre Unterstützung zugesagt
  • Wir schaffen es, wenn wir zusammenhalten
  • Jedes neue Mitglied stärkt die Genossenschaft
  • Nach wie vor gilt: Unser Nahwärmekonzept macht Sinn

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht (Kafka)

Liebe Mitglieder der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim, liebe Kleinseelheimer*innen,

leider konnte das Kleinseelheimer Nahwärme‐Projekt nicht wie in unserem Weihnachtsgruß vor einem Jahr geschrieben bis Sommer abgeschlossen werden. Zwar erfolgte im Oktober eine Teilinbetriebnahme, und 28 Häuser im Ort werden inzwischen über die Nahwärmeleitungen mit Wärme zum Heizen und für Warmwasser versorgt (und weitere werden im Januar dazukommen), aber abgeschlossen werden kann das Projekt erst nach der Winterpause.

Unerwartete Verzögerungen

 Vieles kam im zurückliegenden Jahr zusammen und hat mehrfach zu Verzögerungen beim Verlegen der Nahwärme‐ und Glasfaserleitungen geführt. Besonders getroffen haben uns folgende Ereignisse und Umstände: Das Unwetter am 7. August und ein weiteres Starkregenereignis im September haben nicht nur Schäden an vielen Häusern und Nebengebäuden in Kleinseelheim und einigen umliegenden Orten verursacht, sondern sich auch auf das Nahwärmeprojekt ausgewirkt. Offene Gräben wurden geflutet, angrenzende Straßenbereiche wurden unterspült und bereits verlegte Leitungen wurden aus Gräben herausgedrückt. Die Schäden mussten durch einen von unserer Versicherung beauftragten Gutachter aufgenommen und bewertet werden und konnten erst danach schrittweise behoben werden. Erst anschließend konnte weitergearbeitet werden, und nur wenige Wochen später wiederholte sich all dies durch einen Starkregen im September – der sich in Kleinseelheim zum Glück weniger dramatisch auswirkte als das August‐Unwetter.

Probleme bei der Verlegung der Leitungen im Eichenweg

 Aber nicht nur der Klimawandel mit seinen deutlichen Zeichen, sondern auch erhebliche Probleme bei der Verlegung der neuen Wasserleitung in der Großseelheimer Straße bremsten die Arbeiten der Nahwärmeverlegung stark aus.
Die Nahwärme‐Tiefbauarbeiten im Eichenweg konnte aus diesem Grund nicht wie vorgesehen bereits Mitte September beginnen, sondern erst Ende Oktober, als der Eichenweg im Zusammenhang mit der Baumaßnahme von Hessen‐Mobil und ZMW nicht mehr als Umleitungsstraße freizuhalten war. Zwischenzeitlich gelöste Probleme bei der Verlegung der Nahwärmeleitung im Eichenweg führten dann in Kombination mit dem deutlich späteren Baubeginn dazu, dass die Arbeiten dort vor Jahresende nicht mehr abgeschlossen werden konnten. Die abschließenden Arbeiten im Eichenweg, wie auch die Leitungsverlegung vom Dorfplatz in Richtung Kirche und in Richtung Ortsausgang Roßdorfer Straße sowie in der Ziegeleistraße werden nun erst nach der Winterpause möglich. Im neuen Jahr werden wir die Anlieger der betroffenen Straßen und im gesamten Ort über den weiteren Bauablauf informieren.

Lieferengpässe beim Asphalt zum Jahresende

Leider war es vor Jahresende nicht mehr möglich, in der Heidestraße und an weiteren kleineren Stellen im Ort, wo die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, zu asphaltieren. Aufgrund der in ganz Mittelhessen sehr zahlreichen Straßenbauarbeiten bestanden im November / Dezember Lieferengpässe, so dass die im Ort ausstehenden Asphaltarbeiten ebenfalls erst nach der Winterpause durchgeführt werden können.

Trotz der Herausforderungen: ein sinnvolles Projekt

Unser langer Weg war also auch im zurückliegenden Jahr von großen Herausforderungen geprägt, aber die Zufriedenheit derer, die bereits Nahwärme beziehen, zeigt uns gleichzeitig die sehr positiven Auswirkungen des Nahwärmenetzes. Wie schon vor einem Jahr geschrieben gilt außerdem:

  • Wir tragen zum Klimaschutz und zu gesünderen Lebensbedingungen im Ort bei, indem jährlich ca. 200.000 Liter Heizöl weniger verbrannt werden.
  • Wir tragen zur regionalen Wertschöpfung bei und unterstützen durch das Heizen unserer Häuser nicht Länder wie Saudi Arabien.
  • Wir schaffen mit dem Nahwärmenetz, das viele Jahrzehnte funktionstüchtig sein wird, die Grundlage einer langfristig nachhaltigen Wärmeversorgung unserer Häuser. Denn auch wenn sich in einigen Jahrzehnten die Technik der Wärmeerzeugung im Heizhaus ändern sollte, wird die dort mit dann neuer Technik erzeugte Wärme viele weitere Jahre durch unser Leitungsnetz verteilt werden können.
  • Wir tragen zur Wertsteigerung unserer Häuser bei und sichern uns im Fall von z.B. späterer energetischer Sanierung finanzielle Vorteile, da unsere Häuser mit Anschluss an das Nahwärmenetz einen Primärenergiefaktor von nur 0,3 haben, was Vorteile bei staatlichen Förderprogrammen bedeutet.
  • Wir schaffen uns eine leistungsstarke und sichere Anbindung an das Internet und die damit verbundenen Telekommunikationswege. Auch wenn heute 50 MBit als schnell erscheinen, werden in wenigen Jahren 200 MBit und mehr der Standard sein, den wir dank der Glasfaserleitungen in unseren Häusern sicherstellen können.

Bio-Owe geht im Februar ans Netz

 Ende Januar / Anfang Februar wird die EAM den Biomasseofen, auf den an der farbig gestalteten Fassade unseres Gebäudes im Sandweg mit dem Wort „BIOOWE“ hingewiesen wird, in Betrieb genommen. Aktuell wird die Nahwärme zur Versorgung der bereits angeschlossenen Häuser über einen Flüssiggasbrenner sichergestellt, der nach Inbetriebnahme des Biomasseofens abgeschaltet werden wird und danach als „Redundanzofen“ die Sicherheit der Wärmeversorgung mit garantiert. Über die von der EAM betriebene Heizzentrale und deren Technik werden wir nach Inbetriebnahme des Biomasseofens zusammen mit der EAM genauer informieren und auch zu einer Besichtigung einladen.

Danke!

Wir bedanken uns bei allen, die auch im zurückliegenden Jahr die nicht einfache Verlegung der Nahwärme‐ und Glasfaserleitungen unterstützt oder mit Blick auf den langfristigen Wert des Projektes „ertragen“ haben.

Vorstand und Aufsichtsrat der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim eG wünschen allen Kleinseelheimern ein gutes Jahr 2019.

Es wird warm!

Seit dem 22. Oktober versorgt das Nahwärmenetz der Bioenergiegenossenschaft Kleinseel­heim Häuser mit Wärme. Einige Mitglieder der Genossenschaft haben dies am Mon­tagabend in einem gut beheizten Wohnzimmer gefeiert. Der Weg von der Arbeitsgruppe Machbarkeitsstudie, die im Frühjahr 2014 die ersten Schritte in Richtung nachhaltiger Wärmeversorgung im Ort ging, bis zur Teilinbe­triebnahme war lang und nicht einfach, aber es hat sich gelohnt.

Noch sind die Tiefbauarbeiten im Ort nicht abgeschlossen, und auch im von der EAM betriebenen Heizhaus im Kleinseelheimer Sandweg ist die Technik noch nicht vollständig, aber das Ende der Arbeiten ist absehbar. Die Mitglieder der Bioenergie­genossenschaft müssen sich nunmehr keine Sorgen über steigende Heizölpreise und hohe Strompreise für Nachtspeicheröfen machen. Und es ist ein gutes Gefühl, zu sauberer Luft im Ort beizutragen und sich aktiv gegen den Klimawandel einzusetzen. Dass die Mitglieder außerdem von Glasfa­sertechnik für besonders schnelles Internet profitieren werden, ist ein weiterer Grund der Freude.

Diejenigen im Ort, die noch nicht an das Nahwärme- und Glasfasernetz angeschlossen sind, sich aber für einen sofortigen oder späteren Anschluss interessieren, lädt die Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim herzlich in die Häuser eini­ger Mitglieder ein. Interessierte können sich dort die installierte Technik ansehen und erklären lassen, in gut beheizten Räumen heiße Heizkörper anfassen und Warmwasserhähne aufdrehen. Ab Ende November können Interessierte außerdem im Heizhaus die Technik besichtigen.

Bereits heute dankt der Vorstand der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim allen, die sich für das Kleinseelheimer Nahwärmenetz eingesetzt haben und weiter einsetzen, sehr herzlich. Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der EAM, des Tiefbauunternehmens Gringel und des Rohrleitungsbauunternehmens Helmar. Der Vorstand dankt aber auch allen im Ort, die seit September 2017 erhebliche Belastungen im Stra­ßenraum ertragen haben. Diesem ersten Dank wird nach Abschluss der Arbeiten im Rahmen einer öffentlichen Feier ein ausführlicher Dank – auch an weitere Beteiligte und Unterstützer – folgen.

Der Vorstand der Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim

Ulrike Simon, Armin Bothur und Prof. Dr. Rainer Waldhardt